Vor der Gründung

Der Lotsendienst des Landkreises Spree-Neiße           Logo_Lotsendienst_blau.png

Der Lotsendienst für Existenzgründer ist ein Projekt des Landes Brandenburg zur Unterstützung und Betreuung von Gründungswilligen auf ihrem Weg in die Selbständigkeit. Dieses Projekt wird vom MASGF aus Mitteln des ESF und des Landes Brandenburg gefördert.

Wen fördert der Lotsendienst?

  • Erwerbslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Gründungswillige mit Hauptwohnsitz in Brandenburg
  • Sozialversicherungspflichtig bzw. geringfügig Beschäftigte, wenn sie eine Existenzgründung anstreben
  • Potentielle Gründungswillige mit dem festen Willen, eine selbstständige Existenz aufzubauen, die dafür noch keine Förderung vom Lotsendienst erhalten haben
  • Gründungswillige mit einem Gründungsvorhaben in Brandenburg

Leistungen des Lotsendienstes in der Vorgründungsphase bis zur Unternehmensgründung

Erstgespräch beim Lotsen

Im Erstgespräch beim Lotsen werden die Voraussetzungen für das Gründungsvorhaben besprochen, die Gründungsidee geklärt und über die Marktchancen beraten sowie der Zeitplan bis zur Gründung abgesteckt. Der Qualifizierungs- und Beratungsbedarf der Gründerin / des Gründers wird festgestellt sowie die weiteren Fördermöglichkeiten geprüft.

Mehrtägiges Existenzgründerseminar (Workshop)

Im Verlauf von regelmäßig stattfindenden Gründerseminaren helfen erfahrene Trainer und Coaches bei der Potentialanalyse und der Feststellung von Stärken/Schwächen zur Umsetzung des Gründungsvorhabens. Mit max. 12 Teilnehmern erfolgt eine intensive Auseinandersetzung mit der vorhandenen Gründungsidee, den Voraussetzungen der Gründungswilligen sowie der Realisierbarkeit der Gründungsprojekte. Darüber hinaus gibt es viele Informationen (unternehmerisches Rüstzeug) um als Unternehmer/-in erfolgreich zu sein. Im Ergebnis des Workshops wird mit jedem Gründer/-in ein individueller Gründungsplan erstellt und im Bedarfsfall weitere Betreuung vereinbart.

Qualifizierende Beratung / Coaching bis zur Gründung

Gemeinsam mit den Gründungswilligen vereinbart der Lotsendienst, welche Qualifizierungs- und Beratungsleistungen für den erfolgreichen Start in die Selbstständigkeit benötigt werden. Aus dem Beraternetzwerk des Gründerlotsen werden erfahrene Trainer und Coaches für diese Leistungen ausgewählt und vertraglich gebunden.

Der Lotsendienst wird gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie und das Ministerium für Wirtschaft und Energie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg.

Sie möchten zusätzlich zu den Beratungsleistungen des Lotsendienstes Erfahrungen bei einem erfolgreichen Unternehmer im Ausland sammeln? Neben dem Lotsendienst des Landkreises Spree-Neiße können Sie sich bei uns auch über das europäische Austauschprogramm „Erasmus für Jungunternehmer“ informieren.

 

    Das europäische Austauschprogramm "Erasmus für Jungunternehmer" EYE_SEE_P_Logo_DE.jpg

Dieses EU-Programm

  • bietet neuen Unternehmern die Möglichkeit, von einem erfahrenen Unternehmer zu lernen, der in einem anderen EU-Land ein kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) leitet,
  • ermöglicht den Erfahrungsaustausch zwischen neuen und erfahrenen Unternehmern,
  • erleichtert den Zugang zu neuen Märkten und die Suche nach potenziellen Geschäftspartnern,
  • stärkt die Vernetzung von Geschäftsleuten und von kleinen und mittleren Unternehmen,
  • ermöglicht es erfahrenen Unternehmern, neue Geschäftsverbindungen zu knüpfen und mehr über die geschäftlichen Möglichkeiten in einem anderen EU-Land zu erfahren.

Was ist der Zweck des Programms?

Das Programm fördert die unternehmerische Initiative und die Wettbewerbsfähigkeit, die Internationalisierung und das Wachstum von Unternehmensneugründungen und bestehenden kleinen und mittleren Unternehmen in der EU. Das Programm trägt bei zum Wissenstransfer und zur Entwicklung von Managementfähigkeiten von Leitern kleiner und mittlerer Unternehmen.

Wer kann teilnehmen?

Neue Unternehmer und erfahrene Unternehmer. Neue Unternehmer sind Unternehmer, die fest vorhaben, ein eigenes Unternehmen zu gründen, oder die innerhalb der letzten drei Jahre bereits ein eigenes Unternehmen gegründet haben. Erfahrene Unternehmer sind Unternehmer, die in der EU ein Unternehmen besitzen oder leiten.

Warum brauchen wir das Programm „Erasmus für Jungunternehmer“?

Unternehmerische Initiative ist für das Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen von wesentlicher Bedeutung. Vielen Gründern von kleinen und mittleren Unternehmen mangelt es an Managementerfahrung und wesentlichen Kernkompetenzen. Dies führt zusammen mit der Tatsache, dass die große Mehrheit der kleinen und mittleren Unternehmen in nur einem Land tätig ist, zu einer Beschränkung des Wachstums. Das Programm „Erasmus für Jungunternehmer“ unterstützt neue Unternehmer dabei, einschlägige Kompetenzen zu erwerben und auf europäischer Ebene tätig zu werden.

Wie funktioniert das Programm?

Neue Unternehmer reisen in ein anderes Land der EU und arbeiten dort in einem kleinen bzw. mittleren Unternehmen zusammen mit einem erfahrenen Unternehmer. Die Vermittlung der neuen Unternehmer und der gastgebenden Unternehmer erfolgt mit Hilfe von regionalen und nationalen Wirtschaftsorganisationen, die als Vermittlungsstellen fungieren.

 

Der ERP-Gründerkredit        Logo_KFW.png

Mit dem ERP-Gründerkredit fördert das BMWi aus dem ERP-Sondervermögen gewerbliche und freiberufliche Start-ups und junge Unternehmen bis fünf Jahre nach deren Geschäftsaufnahme mit zinsgünstigen Darlehen. Der ERP-Gründerkredit besteht aus zwei Programmteilen. Mit dem "ERP-Gründerkredit - StartGeld" werden kleinvolumige Existenzgründungen mit einem Fremdfinanzierungsbedarf in Höhe von insgesamt maximal 100.000 Euro gefördert. Der "ERP-Gründerkredit - Universell" richtet sich mit einem Kredithöchstbetrag von 25 Millionen Euro an größere Gründungsvorhaben.

Kleinere Existenzgründungen werden besonders gefördert

Das Ziel des "ERP-Gründerkredit - StartGeld" ist die Förderung von Existenzgründungen, Start-ups und jungen Unternehmen in Deutschland durch zinsgünstige Darlehen für gewerbliche Investitionen und Betriebsmittelaufwand, die einer mittel- oder langfristigen Mittelbereitstellung bedürfen. Mit dem "ERP-Gründerkredit - StartGeld" können unter anderem gefördert werden: Erwerb von Grundstücken und Gebäuden (inklusive gewerblicher Baukosten), die Anschaffung von Maschinen, Fahrzeugen, Einrichtungen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Finanziert werden dabei bis zu 100 Prozent des gesamten Fremdfinanzierungsbedarfs in Höhe von maximal 100.000 Euro für Investitionen und Betriebsmittel; der Anteil für Betriebsmittel darf maximal 30.000 Euro nicht übersteigen.

Die Gründungsfinanzierung ist für die Banken ein risikoreiches Geschäft. Deshalb entlastet das ERP-Sondervermögen die durchleitenden Banken beim "ERP-Gründerkredit - StartGeld" zu 80 Prozent von den Kreditrisiken. Diese Risikoübernahme erleichtert Existenzgründern den Zugang zum Kredit. Zudem sorgen die Mittel des ERP-Sondervermögens für einen günstigen Zinssatz. Der Zinssatz ist fest für die gesamte Kreditlaufzeit (maximal zehn Jahre) - das schafft Planungssicherheit. Die Besicherung der Darlehen ist zwischen Antragsteller und Hausbank zu vereinbaren.

Der "ERP-Gründerkredit - Universell" gilt für die gleichen Förderzwecke wie der "ERP-Gründerkredit - StartGeld" und unterstützt besonders auch Unternehmensnachfolgen. Allerdings sind die Antragskriterien weiter gefasst: so liegt hier der Kredithöchstbetrag bei 25 Millionen Euro; antragsberechtigt sind Unternehmen innerhalb der ersten fünf Jahre sowie auch größere Unternehmen mit einem Gruppenumsatz von maximal 500 Millionen Euro. Im Unterschied zum "ERP-Gründerkredit - StartGeld" sind die Zinsen in diesem Förderprogramm risikoabhängig. Die Hausbank kann für Investitionskredite eine Risikoentlastung von 50 Prozent beantragen, sofern das Unternehmen seit drei Jahren am Markt aktiv ist. Sie ermittelt die Höhe des Risikos und legt die Höhe der Zinsen fest. Bei ihrem Rating berücksichtigt sie die wirtschaftlichen Verhältnisse, die Bonität des Gründers oder des Unternehmens sowie den Wert der verfügbaren Sicherheiten. Dabei gilt: Je besser die Bonität und je werthaltiger die gestellten Sicherheiten sind, desto niedriger fällt der Zinssatz aus.

 

Sie sind interessiert? Rufen Sie uns gerne an. Alle Leistungen sind für Sie kostenfrei!