Geförderter Breitbandausbau im Landkreis Spree-Neiße / Wokrejs Sprjewja-Nysa

Leistungsfähige Breitbandnetze zum schnellen Informations- und Wissensaustausch sind für wirtschaftliches Wachstum unabdingbar. Im digitalen Zeitalter nimmt die Online-Abwicklung kontinuierlich zu. Video-Chat-Konferenzen und Online-Shops gehören unter anderem zur Tagesordnung. Breitbandanschlüsse sind somit für Wirtschaft und Gesellschaft mittlerweile so bedeutend wie Straßen, Schienen, Flüsse und Kanäle sowie Wasser- und Stromverteilernetze. Breitband ist demzufolge ein wichtiger Standortfaktor für die Ansiedlung von Unternehmen und Familien.
Eine Studie der IHK für das Land Baden-Württemberg geht davon aus, dass im Jahr 2018 mindestens 169 Mbit/s benötigt werden. Einer Untersuchung der IHK Karlsruhe bestätigte, dass die Breitbandversorgung eine wesentliche Rolle für die Standortwahl von Unternehmen spielt.
Der Landkreis Spree-Neiße / Wokrejs Sprjewja-Nysa sowie die kreisangehörigen Ämter und Gemeinden streben gemeinsam eine flächendeckende, nachhaltige sowie stadt- und gemeindeübergreifende hochleistungsfähige Breitbandversorgung des gesamten Kreisgebietes nach „Next-Generation-Access“-Standard (NGA) an. Dieses Ziel soll im Weg einer interkommunalen Zusammenarbeit zwischen dem Kreis und den Ämtern beziehungsweise Gemeinden erreicht werden.

  • Wir unterstützen die Schaffung schneller Internetzugänge für die Haushalte und Unternehmen im Landkreis Spree-Neiße / Wokrejs Sprjewja-Nysa.
  • Wir beraten die Kommunen über die technische Entwicklung und Förderungsmöglichkeiten.
  • Wir nehmen Hinweise entgegen, in welchen Regionen des Landkreises noch keine schnellen Internetzugänge vorliegen.

Bedarfsmeldungen für schnelle Internetzugänge können unter www.breitbandatlas-brandenburg.degemeldet werden.
Informationen zum Ausbau der Breitbandanschlüsse und der Breitbandverfügbarkeit erhalten Sie unter www.zukunft-breitband.de.

 

Bundesförderung Breitband

Ziel der Bundesregierung ist es, in einem ersten Schritt eine flächendeckende Versorgung mit 50 Mbit/s zu erreichen. Um ein nachhaltiges sowie zukunfts- und hochleistungsfähiges Breitbandnetz in unter- versorgten Gebieten zu schaffen, wurde ein Förderprogramm mit zunächst zwei Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Die Richtlinie „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“ ermöglicht den Antragstellern zahlreiche Optionen bei dem Ausbau von Breitbandnetzen. Das Programm wurde im Oktober 2015 gestartet. Beratungsleistungen für Vorbereitung und Planung von Infrastrukturmaßnahmen werden mit bis zu 50.000 Euro unterstützt und investive Maßnahmen ab einer Bagatellgrenze von 100.000 Euro bis maximal 15 Millionen Euro gefördert. Die Kommune hat einen Eigenanteil von 10 Prozent zu tragen, sodass der Bund bis zu 60 Prozent übernimmt und das Land kofinanziert. Das Bundesförderprogramm erlaubt eine Kombination von Fördermitteln des Bundes mit anderen Förderprogrammen, wie beispielsweise der Länder. Antragsberechtigt sind alle Gebietskörperschaften, die unterversorgte Gebiete aufweisen und in welchen kein privatwirtschaftlicher Ausbau innerhalb der nächsten drei Jahre zu erwarten ist. Der Landkreis Spree-Neiße / Wokrejs Sprjewja-Nysa nimmt partnerschaftlich mit den Kommunen am Bundesprogramm teil. Von April bis Juni 2016 stellten die Kommunen Anträge auf Beratungsleistungen. Die Städte Forst (Lausitz), Spremberg, Kolkwitz und die Gemeinden Neuhausen-Spree sowie das Amt Burg (Spreewald) erhielten im Juli schließlich die Zuwendungsbescheide. Bei allen anderen Gemeinden erfolgte dies im November 2016. Nach Abschluss der jeweiligen Planungen hat der Landkreis einen Antrag auf Infrastruktur-Förderung beim Bund gestellt. Der Landkreis leitet die Umsetzung der erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen im ersten Förderprogramm „Weiße Flecke“.

 

Breitbandverfügbarkeit in Deutschland

  • 2 Mbit/s: 99,9 % der Haushalte
  • 6 Mbit/s: 99,8 % der Haushalte
  • 16 Mbit/s: 92,4 % der Haushalte
  • 30 Mbit/s: 88,1 % der Haushalte
  • 50 Mbit/s: 82,9 % der Haushalte
  • 100 Mbit/s: 66,3 % der Haushalte

Quelle: BMVI/TÜV Rheinland (Stand Mitte 2018)

 

Konzeptionell lässt sich der Breitbandausbau in zwei Stufen unterteilen.

Früher:

Die Übertragungsgeschwindigkeit des Breitbandanschlusses war von den physikalischen Gegebenheiten der Leitung abhängig, die von der Ortsvermittlungsstelle (OVSt) und dort vom Hauptverteiler (HVt) bis zu den Kabelverzweigern (KVz) und dann zur Telekommunikationsanschlusseinheit (TAE) im Haus verlegt wurde. DSL-Anschlüsse waren auf diese Art und Weise bis zu fünf Kilometern vom HVt zur TAE möglich. Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 16 Mbit/s sind technisch möglich gewesen.

Neben dem KVz wird das alte Schaltgehäuse durch ein Multifunktionsgehäuse (MFG) ausgetauscht, in welchem die moderne Technik untergebracht ist. Der nächste Schritt ist eine Kupferverbindung zwischen dem MFG und dem Kabelverzweiger (KVz) zur jeweiligen TAE. Dadurch wird der Anschluss zur ersten Ausbaustufe zu allen Teilnehmern mit einem Telefonanschluss ermöglicht. Die Länge der erforderlichen Kupferleitung wird aufgrund dieser Verfahrensweise enorm verkürzt und die Anschlüsse in den Haushalten werden mit einer höheren Bandbreite versorgt. Fördertechnisch möglich sind Übertragungsgeschwindigkeiten bis 150 Mbit/s.

 

Heute:

Die Glasfaserleitungen werden direkt ins Haus beziehungsweise die Wohnung verlegt. Die Übertragungsgeschwindigkeiten werden dadurch erneut deutlich erhöht. Dieser Schritt wird erst ausgeführt werden können, wenn die Nachfrage besteht. Technisch mögliche Übertragungsgeschwindigkeiten betragen mehr als 1.000 Mbit/s.

Nähere Informationen zum Konzept „Breitband“ erfahren Sie unter: https://initiatived21.de/arbeitsgruppen/deutsche -breitbandinitiative/

Die Verfügbarkeiten von Breitband können Sie für Ihren Standort in unserem Landkreis bei Verwendung der folgenden Links überprüfen:

 

Im Oktober 2019 erfolgte die europaweite Ausschreibung für das Ausbauprojekt Landkreis Spree-Neiße / Wokrejs Sprjewja-Nysa in den jeweiligen 6 Teillosen. Für die Planungs- und Genehmigungsphase wurden 6-8 Monate veranschlagt.

Nachdem die Angebotsphase abgeschlossen war, erfolgte Mitte Februar 2020 die Verhandlungsphase. Ende April 2020 erfolgte die Gremienbeschlussfassung über die Vergabe. Im Juni erfolgte die Beschlussfassung im Kreistag über den Zuschlag. Der Finanz-, Wirtschafts-, und Kreisausschuss wurde erfolgreich durchlaufen. Am 24.06.2020 fand die Sitzung des Kreistages Spree-Neiße / Wokrejs Sprjewja-Nysa statt. 

Danach erfolgte der Planungsprozess nach Vergabe. Somit liegt der geplante Beginn zur Umsetzung der gesamten Baumaßnahmen bei Anfang 2021. Die Inbetriebnahme der einzelnen Bereiche erfolgt nach jeweiliger Fertigstellung.

Der vollständige Projektabschluss erscheint zum gegenwärtigen Zeitpunkt Ende 2024 realistisch.

Da die Auschreibung für das Los Guben nicht von dem Gigabitupgrade betroffen war, findet hier der Ausbau schon statt. 

Am 05.02.2021 wurde in Forst (Lausitz) der Vertrag zwischen der Deutsche Glasfaser Wholesale GmbH und dem Landkreis Spree-Neiße / Wokrejs Sprjewja-Nysa über den Breitbandausbau des Landkreises unterzeichnet. Geplanter Beginn der Baumaßnahmen ist das zweite Quartal 2021. Im Vorfeld wurden bereits intensivste Planungsmaßnahmen seitens der  Deutsche Glasfaser Wholesale GmbH unternommen. Weiterhin wurden modernste Vermessungsfahrzeuge eingesetzt um die örtlichen Gegebenheiten bezüglich der Trasse zu erkunden um so einen schnellen Baufortschritt zu gewährleisten.

 

 Die Wirtschaftlichkeitslücke im Landkreis SPN beläuft sich auf ca 83 Mio. €.

Um die unterversorgten ca. 7400 Adresspunkte (s.g. "Weiße Flecken") müssen:

  • 1.200 km Tiefbauarbeiten durchgeführt werden
  • 2.611 km Leerrohre 
  • 4.800 km Glasfaserkabel verlegt werden.

 

Projekt Breitbandausbau im Landkreis Spree-Neiße wird durch Bund und Land Brandenburg gefördert.

 

Hier gelangen Sie zum Projektträger PWC

 

Aktueller Stand des Ausbaus

01.12.2023

Folgende Tiefbauleistungen wurden 2023 bis zum 30.11.2023 realisiert:

  • Burg   32,5 km
  • Neuhausen   24 km
  • Döbern   5 km
  • Drebkau; Welzow   33,5 km
  • Peitz   5 km

Bei allen Tiefbauarbeiten wurden Leerrohre verlegt, in die zum gegebenen Zeitpunkt Glasfaser eingeblasen wird.

 

01.11.2023

Im Amt Döbern sowie im Amt Peitz wurde mit den Tiefbauarbeiten sowohl im Rahmen des Förderprojektes als auch im Eigenausbau durch die Deutsche Glasfaser begonnen.

 

28.08.2023

Pünktlich zum Schuljahresbeginn sind beide Grundschulen in Kolkwitz mit schnellem Internet via Glasfaser versorgt.

 

15.07.2023

In der Stadt Welzow wurde mit den Tiefbauarbeiten begonnen.

 

01.07.2023

In der Gemeinde Neuhausen wurde mit den Tiefbauarbeiten begonnen.

 

01.04.2023

Durch die Bundesregierung wurde die weitere Förderung des Breitbandausbaus in Deutschland zum Förderprojekt über die Richtlinie „Gigabit 2.0“, besser bekannt unter dem „Graue Flecken Programm“ in Kraft gesetzt.

Der Landkreis Spree-Neiße wird dem Aufruf folgen und zum 15.10.2023 seine Projekte zur Begutachtung und Bewilligung einreichen.

 

07.12.2022

Die Bauarbeiten in Guben werden zum 31.12.2022 fertiggestellt. Dazu wurden 20,45 km Lehrrohre verlegt, in die Glasfaser eingeblasen wurde. 49 Hausanschlüsse wurden fertiggestellt.

Bei den anderen Losen gehen wir davon aus, dass der Ausbau Ende 2024 abgeschlossen ist.

 

15.09.2022

In und um Burg wurde mit den Tiefbauarbeiten begonnen.

 

05.07.2022

  • Aktuell wird um und in Drebkau und Kolkwitz gebaut.

Ca. 60 km Leerrohre wurden inzwischen verlegt. Einzelne Ortsteile im Bereich Drebkau und die Leitung von Lübbenau Richtung Kolkwitz wurden verlegt und werden demnächst mit Glasfaser versehen.

Deutsche Glasfaser rechnet mit den ersten Aktivierungen der Anschlüsse zum Ende des Jahres 2023. Bereich Kolkwitz und Drebkau. Die Zuleitung der Hauptleitung (s.g. Backbone) kommt aus dem Bereich Großräschen in den Landkreis Spree-Neiße.

Unten die Verlinkung zu den einzelnen LOS Gebieten.

 

23.10.2023

Der Landkreis Spree Neiße erhält nach Antragstellung am 27.09.2023 vom Fördermittelgeber BMDV über den Projektträger PWC einen Fördermittelbescheid mit 100% Förderung für technische und juristische Beratungsleistungen zur Unterstützung der Durchführung einer zu erwartenden Förderung im Rahmen der Gigabitrichtlinie 2.0 des Bundes.

 

24.11.2023

Der Landkreis Spree Neiße erhält nach Antragstellung am 10.10.2023 einen vorläufigen Fördermittelbescheid vom BMDV über den Projektträger PWC in Höhe von 60% der Gesamtkosten.

Die Restsumme wird zur Kofinanzierung beim MWAE des Landes Brandenburg beantragt.

 

Breitbandverantwortlicher im Landkreis Spree-Neiße:

 

Breitbandkoordinator 

Herr Uwe Hoppe

Tel.:     +49  3562 69 241-02

Mobil   +49 174 3089911

E-Mail:   Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  

 

Aktuelle Informationen der Baufirma Deutsche Glasfaser: Ausbau Landkreis SPN

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