Bundesförderung Breitband

Ziel der Bundesregierung ist es, eine flächendeckende Versorgung mit 50 Mbit/s zu erreichen. Um ein nachhaltiges sowie zukunfts- und hochleistungsfähiges Breitbandnetz in unter- versorgten Gebieten zu schaffen, wurde ein Förderprogramm mit zunächst zwei Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Die Richtlinie „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“ ermöglicht den Antragstellern zahlreiche Optionen bei dem Ausbau von Breitbandnetzen. Das Programm wurde im Oktober 2015 gestartet. Beratungsleistungen für Vorbereitung und Planung von Infrastrukturmaßnahmen werden mit bis zu 50.000 Euro unterstützt und investive Maßnahmen ab einer Bagatellgrenze von 100.000 Euro bis maximal 15 Millionen Euro gefördert. Die Kommune hat einen Eigenanteil von 10 Prozent zu tragen, sodass der Bund bis zu 60 Prozent übernimmt und das Land kofinanziert. Das Bundesförderprogramm erlaubt eine Kombination von Fördermitteln des Bundes mit anderen Förderprogrammen, wie beispielsweise der Länder. Antragsberechtigt sind alle Gebietskörperschaften, die unterversorgte Gebiete aufweisen und in welchen kein privatwirtschaftlicher Ausbau innerhalb der nächsten drei Jahre zu erwarten ist. Der Landkreis Spree-Neiße nimmt partnerschaftlich mit den Kommunen am Bundesprogramm teil. Von April bis Juni 2016 stellten die Kommunen Anträge auf Beratungsleistungen. Die Städte Forst (Lausitz), Spremberg, Kolkwitz und die Gemeinden Neuhausen-Spree sowie das Amt Burg (Spreewald) erhielten im Juli schließlich die Zuwendungsbescheide. Bei allen anderen

Gemeinden erfolgte dies im November 2016. Nach Abschluss der jeweiligen Planungen wird der Landkreis einen Antrag auf Infrastruktur-Förderung beim Bund stellen. Der Landkreis leitet ebenso die Umsetzung der erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen.

Breitbandverfügbarkeit in Deutschland

  • 2 Mbit/s: 99,9 % der Haushalte
  •  6 Mbit/s: 99,8 % der Haushalte
  • 16 Mbit/s: 92,4 % der Haushalte
  • 30 Mbit/s: 88,1 % der Haushalte
  • 50 Mbit/s: 82,9 % der Haushalte
  • 100 Mbit/s: 66,3 % der Haushalte

Quelle: BMVI/TÜV Rheinland (Stand Mitte 2018)

Konzeptionell lässt sich der Breitbandausbau in drei Stufen unterteilen.

Früher: Die Übertragungsgeschwindigkeit des Breitbandanschlusses war von den physikalischen Gegebenheiten der Leitung abhängig, die von der Ortsvermittlungsstelle (OVSt) und dort vom Hauptverteiler (HVt) bis zu den Kabelverzweigern (KVz) und dann zur Telekommunikationsanschlusseinheit (TAE) im Haus verlegt wurde. DSL-Anschlüsse waren auf diese Art und Weise bis zu fünf Kilometern vom HVt zur TAE möglich. Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 16 Mbit/s sind technisch möglich gewesen.

Heute (Ausbaustufe 1): Neben dem KVz wird das alte Schaltgehäuse durch ein Multifunktionsgehäuse (MFG) ausgetauscht, in welchem die moderne Technik untergebracht ist. Der nächste Schritt ist eine Kupferverbindung zwischen dem MFG und dem KVz zur jeweiligen TAE. Dadurch wird der Anschluss zur ersten Ausbaustufe zu allen Teilnehmern mit einem Telefonanschluss ermöglicht. Die Länge der erforderlichen Kupferleitung wird aufgrund dieser Verfahrensweise enorm verkürzt und die Anschlüsse in den Haushalten werden mit einer höheren Bandbreite versorgt. Fördertechnisch möglich sind Übertragungsgeschwindigkeiten bis 100 Mbit/s.

Zukunft (Ausbaustufe 2): Die Glasfaserleitungen werden direkt ins Haus beziehungsweise die Wohnung verlegt werden können. Die Übertragungsgeschwindigkeiten werden dadurch erneut deutlich erhöht. Dieser Schritt wird erst ausgeführt werden können, wenn die Nachfrage besteht. Technisch mögliche Übertragungsgeschwindigkeiten betragen mehr als 1.000 Mbit/s.

Nähere Informationen zum Konzept „Breitband“ erfahren Sie unter: https://initiatived21.de/arbeitsgruppen/deutsche -breitbandinitiative/

Die Verfügbarkeiten von Breitband können Sie für Ihren Standort in unserem Landkreis bei Verwendung der folgenden Links überprüfen: